Arabisch ist ein vieldeutiger Begriff. Die arabische Sprache wird heute von mehr als 300 Millionen Menschen geschrieben und gesprochen. Aber nicht in allen arabischsprachigen Ländern leben ethnisch betrachtet Araber. Die Ursachen für die weite Verbreitung dieses semitischen Idioms reichen bis ins 7. Jahrhundert n. Chr., als der Religionsgründer des Islam, Mohammed, und seine Nachfolger von der arabischen Halbinsel ausgehend ihren Eroberungszug starteten. In der Folge hat sich das Arabische weit über den im eigentlichen Sinne arabischen Raum bis nach Nordafrika und über weite Teile Asiens verbreitet. Arabisch wird heute genauso in Saudi-Arabien wie im Sudan gesprochen. Was aber zeichnet Kleidung aus, die man als arabisch bezeichnen kann?
Wie überall auf der Welt, so ist auch im arabischen Raum die Kleidung zunächst einmal von religiösen und klimatischen Bedingungen geprägt. Die Temperaturen in den meisten arabischen Ländern sind hoch, sodass sowohl die Bekleidung für Männer als auch die für Frauen weit geschnitten und luftig ist. Was die Farben der Kleidungsstücke anbelangt, so reichen sie je nach Anlass von cremefarbigen und erdigen Tönen über Schwarz bis hin zu reich bestickten bunten Stoffen. Ein arabisches Brautkleid zeichnet sich zum Beispiel durch leuchtende Farben aus – im Gegensatz zum schlichten Weiß westlicher Brautkleider.
Streng religiöse Frauen sind an ihrer Kleidung zu erkennen. So werden von ihnen Burkas, Tschadors oder Niqabs getragen, die möglichst viel verdecken sollen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Kleidung arabischer Frauen eher nicht körperbetont ist. Im Gegenteil! Es soll möglichst viel vom Körper verdeckt werden, um die Frau so vor den Blicken Fremder zu bewahren. Auch in Europa gibt es zahlreiche Spezialgeschäfte, in denen arabische Bekleidung zu finden ist. Aber auch über die gängigen Suchmaschinen lassen sich die Kleidungsstücke problemlos im Internet finden und erwerben.
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